Raus aus deiner Komfortzone!

(Kommentare: 0)

Ein Experiment zur Erweiterung des Horizonts und zur persönlichen Grenzüberwindung...

Komfortzone

Die Komfortzone ist der Bereich der Routinen und Gewohnheiten. Dort haben wir das Gefühl, uns auszukennen, sicher zu sein, den Überblick zu haben. Deine Grenzen bemerkst du, wenn etwas Überwindung kostet, unbequem oder gar anstrengend wird, wenn du etwas hinauszögerst oder vermeidest.

Wozu soll es gut sein

seine Komfortzone hin und wieder freiwillig zu verlassen, wenn es dort so angenehm ist? Ich frage einmal andersherum, wann hast du zuletzt etwas Neues begonnen, deine innerlichen Grenzen überwunden oder dich mit einem völlig fremden Themengebiet befasst, einfach so zum Spaß? Weißt du noch, wie du dich dabei gefühlt hast? War es aufregend, prickelnd und spannend oder herrschte Unsicherheit, Ängstlichkeit und Frust, sich wie ein blutiger Anfänger vorzukommen?

Wenn ersteres zutrifft, sind die Vorteile leicht zu erkennen: persönliche Weiterentwicklung, Reife, Flexibilität.

Wenn es unangenehm war, könntest du gezielt trainieren, mit ungewohnten Situationen umzugehen, Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen.

Diese Eigenschaften können sehr helfen, wenn das Leben uns mal ins kalte Wasser wirft.

In allen Fällen lernst du dich selbst besser kennen, hast Erfolgserlebnisse, wirst selbstsicherer und auch aufmerksamer, welche Ziele es wert sind, sich dafür über den berühmten Tellerrand hinauszubewegen. Klingt ganz gut, oder?

„Ja, aaaaber….“

Das höre ich häufig als Reaktion und dann kommt eine beeindruckende Liste kreativer Gründe, warum man das gerade leider nicht könne. Es ist als patrouillierte der persönliche Schweinehund an den Komfortzonengrenzen entlang. Diese sogenannten Veränderungswiderstände sind ganz menschlich und tief in uns verwurzelt, also kein Grund sich zu verurteilen. Aber achte auf innere Ausreden und frage dich ehrlich, ob und inwiefern du dich von dem Gewohnten einschränken und begrenzen lassen willst.

Sicher sind erzwungene Entwicklungsschritte selten nachhaltig und können dazu führen, dass wir uns überfordern und ganz aufhören. Mach dir einen Spaß daraus, lass dich durch neue Erlebnisse bereichern.

Wie also stellen wir es an?

Dazu hilft es zunächst herauszufinden, wo die eigenen Grenzen überhaupt liegen. Manchen fällt es zum Beispiel schwer, mit fremden Menschen ein Gespräch anzufangen, andere wiederum haben damit keinerlei Probleme. Im Job können diese Grenzen durchaus anders verlaufen als im Privatleben. Vor allem aber ist kein Mensch mit dem anderen vergleichbar. Es ist reines subjektives Empfinden, was schwer und was leicht zu erreichen ist.

Darüber hinaus ist es gut zu wissen, dass man nichts Weltbewegendes unternehmen muss, um seine Komfortzone zu verlassen. In kleinen Schritten ist es leichter und wer weiß, vielleicht macht es dir so viel Vergnügen, dass du es irgendwann wagst höhere Ziele anzustreben …?

Das Experiment besteht darin, die folgenden fünf Schritte durchzuführen. Beobachte dich wohlwollend, wie du dich dabei fühlst.

Los geht's!

  1. Geh auf einen Vortrag, Workshop oder ein Seminar über ein dir völlig unbekanntes Thema. Sprich auf dieser Veranstaltung eine fremde Person an und frage sie, warum sie hergekommen ist und sich für dieses Thema interessiert.
  1. Ein Date mit sich selbst: Geh allein in einem Restaurant essen – ohne dein Smartphone.
  1. Verfasse einen Leserbrief und bemühe dich darum, dass er veröffentlicht wird.
  1. Kauf dir in einem Laden (Internet zählt nicht!) ein Männer-Höschen mit pink- oder lilafarbenen Rüschen. Auch wenn du dafür in eine größere Stadt musst.
  1. Mach jemandem ein Geschenk, das nichts kostet.

 

Und dann zieh Bilanz:

Fandest du das Experiment eher unspektakulär? Glückwunsch! Wie wäre dann mit Aufgaben für Fortgeschrittene, wie einer persönlichen Bucket-List (aus dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“)? Auch hier gilt, du wählst anhand der eigenen Messlatte.

Wenn du mit den vorgeschlagenen Aufgaben Probleme hattest, helfen dir vielleicht diese Anregungen:

Worst-Case-Szenario – was wäre das Schlimmste was dabei passieren kann, und wäre es wirklich so schrecklich?

Best-Case-Szenario – stell dir vor, was Wunderbares passieren kann, wenn du dich doch traust. Male dir genau aus, wie das wäre, träume ausgiebig!

Nähere dich schrittweise an – wenn dein Ziel dir zunächst einmal zu hoch erscheint, mach dir Teilziele. Schreib sie auf, wenn dir das hilft.

Suche bestätigende Beispiele. Das können eigene Erfolge sein oder Erfahrungen von anderen. Lies z. B. Lebensläufe von Berühmtheiten, wie Tina Turner, Steve Jobs, Felix Baumgartner, usw. oder das Buch „Mach was draus“ von Matthias Berg. Finde heraus, warum diese Personen so viel erreicht haben und lass dich von dieser Energie inspirieren - Motivation ist essentiell!

Wichtig ist, wenn du das Experiment durchgezogen hast, lobe und belohne dich auch dafür und erkenne dir an, was du Neues gelernt hast. Auch die kleinen Errungenschaften und Zwischenschritte, die du sonst vielleicht gerne herunterspielst. Das Rüschenhöschen macht sich bestimmt super als Trophäe!

Ich freue mich immer über Feedback. Wenn du magst, schreibe mir deine Erfahrungen mit dem Experiment, gerne unten als Kommentar!

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Lebensbalance Blog

zum Blog